Montag, 21. Januar 2013

MLK day III

heute ist Martin Luther King Day - der dritte, seit wir hier sind :-)

MLK-day, wie man hier sagt, ist einer dieser seltsamen Teilzeit-Feiertage:
die Post hat zu und kommt auch nicht, die Muellabfuhr arbeitet aber normal.
Schulen und Kindergaerten sind zu, die Eltern muessen aber - sofern in Lohn und Brot - ganz normal arbeiten.

Meine Freundin ist auf die geniale Idee gekommen, wir sollten uns am Strand treffen... Und nachdem es die letzten Wochen wirklich arscheiskalt war (auch tagsueber nur einstellig, nachts Frost), war es heute auch noch richtig schön: um die 16 Grad, sonnig, kaum Wind - bestes Strandwetter also:


Den Baker beach kannte ich noch gar nicht (wir waren bisher immer am Ocean Beach oder in Crissy Field), aber der ist echt der beste! Ab jetzt immer hier :-)









(okay, wer genau hinsieht, sieht natuerlich: Strand heisst hier nicht Bikini und schwimmengehen, sondern in Fleecjacke die Nase in den Wind halten - immer, uebrigens, auch im Sommer, aber trotzdem : shoen!)

Danach sind wir noch zum Kaffeetrinken ins Presidio gefahren, wobei wir einen kurzen Abstecher zur Firma "Lucas Film" machen mussten:






(passed out)



Und dann Kaffee/Frapuccino/Pellegrino schluerfen mit Blick auf die GG-Bridge:




Auf dem Rückweg zum Auto dann die Kuriosität des Tages: Der abschaltbare Bach:
war aber auch wirklich ein reissendes, extrem gefaehrliches Kunst-Gewässer!



Als erfahrene Bridge-People die Stadt dann puenktlich 3.15 Uhr verlassen (also vor dem Feierabendverkehr) und damit alles richtig gemacht, Fahrzeit nach Hause 50 min.

The perfect day!

und ja, mit diesen Bildern quäle ich euch nur, weil ich aus den Nachrichten weiss, dass Deutschland seit dem Wochende viel Spass mit Glatteis & Schnee hat ;-)

Schlittert vorsichtig!

Sonntag, 13. Januar 2013

Familienausflug

Leider steht es 3:1 für die anderen.
Und gegen die freezers würden die Bulls aussehen wie weidekühe.
Egal, Stimmung ist gut.














Mittwoch, 9. Januar 2013

Wie die Zeit vergeht

Am 7. Januar 2011 sind wir in San Francisco angekommen. Ich kann mich noch genau daran erinnern als wenn es gestern gewesen wäre. 2 Jahre und es ist so viel passiert.

6 köpfige Familie, ein Minivan voll mit Menschen, viel schwerem Gepäck, alle müde vom langen Flug und aufgeregt wegen der vielen neuen Eindrücke. Der erste Rückschlag: der Schlüssel für das Apartment liegt nicht im Safe! Und das ganze an einem Freitag Abend. Unser Kontakt der Housing-Agentur nicht zu erreichen. Eine Stunde bangen und hoffen, dass wir nicht erstmal in ein Hotel ziehen müssen. Nach über eine Stunde haben wir den Schlüssel dank der Hilfe des Computer Technikers, der sich um diese Zeit noch in den Büroräumen der Agentur rumtreibt. Glück gehabt! Das neue Leben beginnt in einem Apartment im Noe Valley in San Francisco. Schöne lage, toller Ausblick und sündhaft teuer. Nach 6 Wochen Umzug in ein Haus in Castro Valley. Endlich Schule für Lennart und Fiona.

Fiona startet gleich mit einem einwöchigem Field-Trip (so eine Art Klassenreise) in ihre neue Schule Canyon Middle School. 6. Klasse und neue Gesichter. Sie ist die Neue. Sie schlägt sich wacker und lernt neue Freunde kennen. Hat ein paar Tage Spass in der Nähe des Pazifiks. Sprachlich ist Fiona sehr gut und macht große Fortschritte. Die Schule scheint ihr hier mehr Spass zu machen als noch in Deutschland. Reiten bleibt immer noch ihr großes Hobby. Jede Woche fährt Tina mit ihr in die Oakland Hills und ermöglicht ihr das Abenteuer mit den Pferden.

Lennart startet in der Independent Elementary School in der fünften Klasse. Alles nicht ganz einfach. Neue Sprache, neue Kinder, neue Lehrer. Lennart zeigt sich von seiner sportlichen Seite. Er bekommt am Ende des Schuljahres eine Auszeichnung für seine sportliche Leistung. Respekt!
Lennart hat seine Sportart gefunden: nach Football im Frühjahr hat er während eines Sommer-Schnupperkurses Kung-Fu für sich entdeckt. Er macht schnell Fortschritte und verdient sich schnell seine Gurte. Er hat sehr gute Trainer die ihn fordern und fördern.

Nikolas startet in die Pre-School. Er macht das prima. Viele neue Kinder, ein paar kleine Freunde zum spielen und viel Spass. Er erzählt uns immer, dass er die ganze Zeit deutsch spricht. Wir fragen uns immer wie er in der Pre-School zurecht kommt. Wir haben die Erzieherin gefragt und sie sagte uns, dass Nikolas Englisch spricht. Er lernt schnell die neue Sprache, auch wenn wir lange warten mussten um ihn hier mal sprechen zu hören. Als wir ihn dann hörten, waren wir überrascht wie gut er bereits Englisch spricht.

Wir haben 2011 viel Besuch aus Deutschland: Sandi, Boris, Alger, Michi, Kathrin, Conni, Christiane, Mieke, Stephanie, Achim, Markus und Gisela. Es ist doch immer schön Besuch zu haben.
Wir sind viel auf Erkundungstour gewesen: Yosemite, Los Angeles, Malibu, Monterey, Napa, Las Vegas und Death Valley. Unser neues Hobby: Campen. Unsere Kinder finden das total super und haben, bis auf einige Ausnahmen, auch immer viel Spass dabei. Immerhin haben wir teilweise dadurch schonmal das Notfall-Equipment erworben. Denn eines ist sicher: wir leben hier in einer Erdbebenzone und die Gefahr ist nicht ganz unerheblich. Wir hatten 2011 drei kleinere Erdbeben in unserer Region gehabt. Das erste Beben war um Mitternacht und hat mich in eine Art Schockstarre verfallen lassen. Nicht unbedingt das was man machen sollte. Ich hab noch viel zu lernen.

2011 das erste mal Thanksgiving und Weihnachten. Es fühlt sich alle so anders an ohne die erweiterte Familie. Omas und Opas, Tanten, Onkels, Cousins und Cousinen sind alle nicht da. Kein gemeinsames Essen mit der Verwandschaft am ersten und zweiten Weihnachtstag. Wir hatten eine Einladung zum Essen unserer Nachbarn von gegenüber.
Silvester ohne Feuerwerk und Knallkörper. IMHO: Irgendwie fühlt sich Silvester nicht wie Silvester an, wenn das ganze laute Drumherum fehlt (und die großen Kinder sehen das genauso).

Bei Adobe hat es am Ende des Jahres nochmal eine grosse Entlassungswelle gegeben. Zu meiner großen Bestürzung hat mein Manager Greg nach 19 Jahren bei Adobe seinen Job verloren. Greg hat mir die Möglichkeit gegeben in die USA zu kommen. Er hat viel dafür getan und dann war er auf einmal weg. Das Produkt, für das ich vorher gearbeitet hatte wurde eingestellt. Das gesamte Team wurde zum grossen Teil entlassen oder auf neue Teams verteilt. Ich wurde dem Flash Team zugeteilt und verweile seitdem dort.

2012 hat Nikolas in der Castro Valley Little League angefangen T-Ball zu spielen (das ist die Vorstufe zum Baseball). Mal sehen ob wir hier einen neuen Baseball Star haben. Schlagen und Werfen kann er auf jeden Fall sehr gut.

Lennart hat grosse Fortschritte beim Kung-Fu gemacht und sich bis zum orangefarbenen Gürtel vorgearbeitet. Wir haben viele Stunden und Tage mit der Reisevorbereitung von Lennarts CISV Trip nach Brasilien verbracht. Wir haben ein 3 nette Familien und deren Kinder kennengelernt. Lennart hat dann den gesamten Juli in Brasilien verbracht und ein paar Freunde fürs Leben gefunden.

Fiona hat endlich ein paar Freundinnen gefunden mit den sie endlich mal etwas unternehmen kann. Mall-Besuche und Shopping Trips stehen ganz oben auf der Liste. Nach den Sommerferien hat Fiona ihren Geburtstag gefeiert und wir hatten unzählige Teenager Mädchen, die im Zelt in unserer Garage übernachtet haben. Was bin ich froh, dass wir nur eine Tochter in dem Alter haben... ;-)

Nikolas ist nach den Sommerferien endlich in den Kindergarten (in Deutschland Vorschule) gekommen. Er lernt dort Lesen, Schreiben und Rechnen und macht das richtig gut. Er kann schon einfache Wörter lesen. Rechnen kann er aber noch besser als Lesen und Schreiben.
Nikolas hat jetzt jeden Freitag Karate Training. Der zeigt mir immer was er gelernt hat und ich hoffe, dass die blauen Flecken irgendwann mal wieder weggehen. ;-)

Tessa geht mit grosser Freunde mehrmals die Woche zur Kinderbetreuung. Sie freut sich immer darauf endlich zu Lori gehen zu dürfen. Turnen gehört zu Tessas Lieblingsbeschäftigungen. Tina geht einmal in der Woche mit Tessa in eine große Gymnastikhalle wo sie nach Herzenslust auf den Trampolins und den anderen Geräten rumturnen darf. Tessa spricht jetzt eine lustige Mischung aus Englisch und Deutsch. Ihr Akzent ist sehr amerikanisch und ihre Herkunft damit nicht mehr ohne weiteres zu erraten.

Was ist noch passiert? Ich war das erste mal in meinem Leben Ski fahren und hab mich nicht verletzt, Tina hat mehrere Jobs gefunden, Lennart hat sich zum größten Baseballfan der Oakland Athletics entwickelt, Lennart und ich sind bei unzähligen Baseballspielen der Oakland A's gewesen, wir haben ein neues Auto gekauft, ich habe jetzt einen Reisepass mit Ausstellungsort 'San Francisco', Adobe hat den Greencard Prozess initiert, ich hab das erste mal Kontakt mit der amerikanischen Steuerbehörde IRS gehabt, wir waren zum Campen am Lake Tahoe und an der Küste südlich von Mendocino.

In 2012 hatten wir Besuch aus Deutschland von Dominic, Janine, Gisela, Boris, Swenja, Markus und Markus Jasker. Nicht alle haben bei uns übernachtet, aber das ist ja auch nicht so wichtig. Der Besuch zählt.

Ich hab bestimmt das ein oder andere Detail vergessen, aber das sind die Dinge die mir am meisten durch den Kopf gegangen sind.
Es bleibt spannend.




Montag, 7. Januar 2013

Und weg ist er...

Als ich vorhin alle Weihnachtsbäume, wir hatten diesmal 2!, von ihrer Dekoration befreit hatte, fiel mir auf das wir gar kein Bild davon für unser Blog gemacht hatten. Okay, hier also mit 2 Wochen Verspätung und am Ende seines Daseins noch ein Bild des großen der zwei Bäume.

Modell Douglas Fir, ca. 195cm hoch, dicht gewachsen, nach amerikanischer Manier in Form geschnitten und sehr weiche Nadeln.
Apropos Nadeln: als wir ihn zwei Tage vor Heiligabend gekauft hatten, da hat er schon ein bisschen genadelt. Ich war heute also auf das Schlimmste gefasst und wurde nur mit einer Schaufel voll mit Nadeln "belohnt".

Dekoration: Lennart, Nikolas, Tessa und Ingo. Was kam alles an den Baum? Alles was sich in der großen blauen Weihnachtsdeko-Kiste befand (sorgt auf jeden Fall für mehr Farbe am Baum). Für das ordentliche Anbringen der 100er LED Lichterkette war Ingo verantwortlich.
Verluste: 2 Kugeln (relativ moderat dieses Jahr)

Warum 2 Bäume?

Wir brauchten irgendeine Lösung für Nikolas, da er unbedingt den Baum mit Schnee-Spray Dekoration kaufen wollte. Das haben wir aber entschlossen abgelehnt. Danach wollte er aber gerne den großen Baum mit dem Schnee-Spray dekorieren. Wir wollten das aber ganz gerne nicht. Also, haben wir kurzentschlossen einen kleinen 50cm Baum gekauft und Nikolas konnte sich daran austoben. Der kleine Baum war übrigens eine Zugabe zum großen Baum.
Also noch eine Flasche vom Schnee-Spray besorgt und dem kleinen Jungen eine Freude gemacht. Eine Flasche des Schnee-Sprays hat aber kaum für einen "Zuckerüberzug" gesorgt. Ich hatte mich schon gefragt wieviel Liter von dem Zeugs für einen großen Baum wohl benötigt würden. Die Antwort ist noch ausstehend.