Montag, 31. Januar 2011

auf der suche nach einer Bleibe...

...Woche 4 in SF hat begonnen, eigentlich hätten wir freitag hier raus sein sollen. konnte ingo zum glück verlängern, denn wir haben noch kein haus gefunden, obwohl wir täglich mindestens eins besichtigen.
das ist anstrengend, nicht nur wil man immer erst mal hin fahren und dann ansehen muss, sondern es kommt immer noch die ganze recherche hinzu:


  •  anbindung an die bart? fahrtzeit dorthin? nur per auto, oder auch bus oder fahrrad möglich?
  • schulen in der nähe? ist ihr ruf gut?
  • wie sieht es dort sonst aus? sichere wohngegend? parks, spielplätze, einkaufsmöglichkeiten, freizeit?
Die Häuser waren z. T. schon echt schön, manchmal auch einfach interessant, da war z. B. das in Berkeley, wo der Besitzer das Gartenhaus bzw. den Anbau selbst weiter als Büro nutzen und sein Auto auf der Auffahrt stehen lassen wollte, und seine Möbel sollten bitte auch im Haus stehen bleiben - und das ganze für 3400 Dollar im Monat (wobei das Haus wunderschön war innen drin, mit tollen Details, aber eben auch Mini-klein...).
Schön ist auch, das Durchgangszimmer oder unten im Keller hinter der Garage Räume in den Bechreibungen mal flugs zu Schlafzimmern werden (klar, wenn man die Augen zu hat, sieht man ja auch nichts mehr!)

außerdem fährt man natürlich immer mit einer gewissen anspannung und erwartung hin- und fällt dann manchmal tief...


  • SF direkt wäre toll, ist aber schulisch kompliziert und sehr teuer.
  • berkeley ist toll, das eine haus gefiel mir super gut, aber, da hat ingo recht, kein zusätzlicher stauraum, keine garage, kein keller- oder abstellraum, nix. und es kommen 300 packstücke.... (doch zu viel eingepackt?)
  • walnut creek: ein traum von einer stadt, aber nur wenig häuser im angebot, und bisher nichts passendes.
  • lafayette : das gleiche
was also ist das problem?

ansprüche zu hoch?
kompromis-bereitschaft zu niedrig?
zeitdruck noch nicht groß genug?
budget nicht groß genug?

kommentare, tipps, anmerkungen, tritte in den hintern, ideen bitte gerne hier hinterlassen!

immerhin: wieder blauer himmel, aber der nebel kriecht gerade wieder über twin peaks... sieht schon wieder fast so aus:

Donnerstag, 27. Januar 2011

*zensiert* pieeeep

Scheißlimmer Tag heute.

Ich wollte die schon die ganze Zeit mit den Kindern nach Japan-Town fahren, das stand dann heute auf dem Programm.
An der Bushaltestelle, wo wir den Bus wechseln mussten, bemerkte ich dann, das die Hülle mit meiner und den Monatskarten der Kinder weg war.
Na super. Meine 60 Dollar, die von den Kindern 2x 20 Dollar...
Ich wollte dann mit meinem neuen lila Handy gleich bei der Fundstelle anrufen, um den Verlust zu melden - vielleicht hatte sie jemand im Bus gefunden und würde sie abgeben? - aber noch nicht mal das habe ich hinbekommen - ging nicht, keine Ahnung warum...

Naja, also sind wir die 4 Blocks nach Japantown gelaufen. Und was soll ich sagen? Im Vergleich zu Chinatown, wo ich euch die Bilder noch nachreichen muss, eine pure Enttäuschung. Japantown besteht im großen und ganzen aus drei kleinen Malls, die noch dazu echt nicht schön sind.

Innen z. T. schon, außen nicht. Extrem viele Restaurants, ein riesiger Zeitschriften- und Buchladen, viele, sehr teure Schnick-Schack-Läden.
Tempel im inneren:

Das soll eine Pagode sein:


Immerhin habe ich dann noch einen 1.50-Dollar-Laden gefunden, in dem ich mir für 1.50 Dollar + Tax (also 1,64 Dollar) eine Spülbürste gekauft habe (im Supermarkt kosten die nicht unter 4 Dollar?!?), und in dem man auch Bento-Boxen und Zubehör kaufen, sogar die schönen, die es in Deutschland auch gibt - für 1,50 Dollar (+ Tax) *umfall* (in den Schnick-Schnack-Läden wollten die dafür 18.95 haben!).

Dann habe ich 4 Dollar in unsere Heimfahrt investiert, und jetzt warten wir auf Ingo, das nächste Haus angucken, heute San Mateo. (Nach dem restlichen Tag erwarte ich dann mal lieber nix...)
Das Haus gestern war innen toll, hatte aber nur einen dunklen, windigen baumbestandenen Hügel als Garten (mit einem kleinen Sitzplatz), und der Schuldistrikt scheint murks zu sein - aber wir würden das Haus bekommen können *immerhin - freu!*
Morgen fahren wir dann nach Walnut Creek, was ich in meinem Hirn immer mit Walnut Grove verwechsel (dem aus "Unsere kleine Farm") weswegen es mich auch sehr verwirrt hat zu sehen, dass es dort (also in Walnut Creek) einen Apple-Store gibt - hallo? Und was ist mit den Olsens? Und Nellies Hotel?

So, jetzt gibt es Pizza (ich habe ausversehen die falsche gekauft, essen die Kinder bestimmt wieder nicht *seufz*) und dann auf nach San Mateo.

viele Grüße
Tina

Dienstag, 25. Januar 2011

english for runnaways I oder einmal blamieren, bitte

Ich fürchte, diese Kategorie wird es noch öfter geben, daher hier gleich als Teil 1.

Das erste, was wir gelernt haben: Da, wo der gemeine Deutsche "cool"sagen würde, sagt der Ami awesome. Als Verkäufer in einem apple-shop, beispielsweise, kann man da durchaus auf eine Quote von 2-3 awesome pro Satz kommen, so cool, sorry, awesome die Produkte da sind, und ihre (Ver-)käufer damit selbstverständlich auch.


Okay, das ging aber noch ohne Blamieren von sich, es war mehr eine Beobachtung.
Gestern war ich nun aber mit den Kindern hier:




in dem coolen hups, das ist irgendwie so automatisiert drin, also awesomen Wollladen.
(Ich will eine Mütze für Tessa häkeln, weil die Amis irgendwie keine verkaufen, außer so ganz einfachen Baumwollmützen ohne Bänder, die immer rutschen).
Und weil ich zu der Wolle, die in dem Buch empfohlen wurde, auch noch eine Häkelnadel brauchte, meine sind im Container, sagte ich also zu der Verkäuferin:
And I need a crochet hook, too.
Und crochet sprach ich halt so aus, wie man es englisch liest, mit -et am Ende, wie bei Krocket oder Kricket oder wallet.
Und die Verkäuferin guckte mich mitleidig an und sagte:
Honey, we pronounce it KROSCHÄHY! (das kann man gar nicht richtig aufschreiben, mit einem völlig überbetonten ÄHY am Ende (so wie in Ey!, Aldde, zur Seite!))

Die Zeit, die sie dann brauchte, um den KROSCHÄHY-hook zu holen, fing ich an zu überlegen, warum das wohl so ausgesprochen wird, ähnlich wie das bei Latte gemacht wird, der hier auch LATTÄHY heißt.
Und dachte mir dann so, das es wahrscheinlich ein Lehnwort ist, wahrscheinlich aus dem französischen, was Wikipedia dann auch tatsächlich bestätigt hat. Nur das wahrscheinlich kein einziger Franzose der Welt jemals verstehen würde, das KROSCHÄHY die Aussprache für chrochet sein soll - das ein langes e am Ende hat, kein Ey. Aber das hat Latte ja eigentlich auch nicht, oder? (italienisch kann ich nicht)

Naja, ich weiß dann jetzt damit, dass es nicht crochet sondern KROSCHÄHY heißt, was ich gerne mache *grins* Obwohl schon peinlich, dass immer derartig komplett falsch ausgesprochen zu haben...

Immerhin bekomme ich mittlerweile sogar meine Starbucks-Bestellungen mit Sonderwünschen ohne Nachfragen durch, während die Asiatin neben mir neulich 3x wiederholen musste *Tschakka*

Meine Ausbeute an crochet-Equipement sah dann so aus:


Leider musste ich das fertig gehäkelte (also die halbe Mütze) dann heute wieder aufribbeln, weil viel zu klein. Ja, ja ich weiß, wer keine Maschenprobe macht, hat selber Schuld, aber ich habe kein Zentimeterband zur Hand (wie heißt das eigentlich auf englisch? Nicht das ich mich wieder blamiere...).

Morgen Mittag gucken wir uns dieses Haus an, ihr dürft die Daumen drücken (aber nicht mit Catherine, sondern mit Peggy), North Berkeley wäre nämlich ein schöner Wohnort. 22 Uhr deutscher Zeit.

http://sfbay.craigslist.org/eby/apa/2179602932.html

viele Grüße
Tina

Sonntag, 23. Januar 2011

haussuche, academy und vermischtes.

in Lafayette ist es schön, aber das Haus war leider nicht schön. Ziemlich alt, ein bißchen heruntergekommen und sehr dunkel. Die Kinder haben ein bißchen Panik geschoben, wir könnten es mieten *g*, vor dem Haus war aber ein schöner Schaukel- und Kletterbaum
dafür gab es dort aber leckeres Mittagessen. Organic apple-juice kostet 5,50 dollar pro Glas, übrigens. Das nächste Mal wahrscheinlich besser vorher fragen. War dafür aber frisch gepresst.

Lafayette wird einem von Menschen hier immer als erstes genannt, wenn es um einen schönen Ort  mit guten Schule geht (ich befürchte mittlerweile fast, dass es sich um ein amerikanisches Tussi-Town handelt)

Na, wir schauen weiter.

Am Mittwoch waren wir jedenfalls erst mal in der Academy of Science, weil kostenloser dritter Mittwoch im Monat war.
Der erste Schock:



Im ersten Moment dachte ich, dass sei so eine "nur wenn einer rauskommt, darf jemand neues rein" Schlange, aber es staute sich zum Glück nur, weil vor dem Eingang alle Besucher vor einer green screen fotografiert worden (die Bilder konnte man dann für 20 Dollar erwerben), so dass es dann doch flott voranging.

Die Academy besteht dann aus einem riesigem, zweigeschössigen Aquarium (man kann die Becken also sowohl von oben als auch seitlich betrachten







Richtig beleuchtet sehen sogar Quallen attraktiv aus:



Außerdem gibt es noch einige lebende Tiere, z. B. dieses Albino-Krokodil  / Alligator:


Und auch ein paar Pinguine (das ist zwar nur ein Paar, aber es waren wirklich ein paar!)



Außerdem gibt es ein Planetarium (in das war leider nicht konnten,weil Kinder unter 5 nicht erlaubt sind), und einen großen Komplex namens Regenwälder der Erde in einer riesigen Glaskuppel, unter der dann Vögel und Schmetterlinge frei fliegen:





Die Mittagspause haben wir draußen verbracht, wo die Kinder irgendwann angefangen haben, mit australischen Touri-Kindern verstecken zu spielen ;-)


Mir persönlich haben alte Elemente in der Akademie am besten gefallen, wie das Geländer des Aligator-Geheges, das aus lauter Seepferdchen besteht, eins davon hier als Wanddeko,


oder auch dieses charmante Wesen:


So ein schönes Wandelement bekommt man als Stifter


Freitag morgen war ich dann nur mit den beiden Kleinen einkaufen, nachdem wir bei der National Security Agency gewesen waren um Social Security Nummern zu beantregen und ich Ingo dann bei der Arbeit abgesetzt hatte, und nachmittags im Mission Dolores Park.
Damit lagen wir voll im Trend, da war es so voll, dass ich zunächst dachte, da findet irgend eine Open Air Veranstaltung statt - aber die Leute haben einfach nur auf dem Rasen gesessen, gechillt und die Sonne genossen.

Nach 2 Wochen Leiden hatte ich dann Freitag auch die Nase voll und habe neues Equipment zum Kaffeekochen besorgt:


Ist zwar deutlich umständlicher als zwei Mal auf einen Knopf der Jura zu drücken, schmeckt aber lecker und war vom finanziellen Aufwand erträglich.

Gestern haben wir uns in und um Berkeley umgesehen (Albany sieht sehr nett aus), sind einmal um die Bay gefahren, leider in der Great mall of the bay aera hängengeblieben (in der wir bei unserem ersten SF Besuch vor 15 Jahren schon mal waren), und waren dann erst gegen 20.00 Uhr wieder zu Hause - mit ca. 120 Meilen auf der Uhr (180 km). Für die Hausbesichtigung in Berkeley waren wir leider zu spät, aber Berkeley bleibt auf jeden Fall auf der Liste.

Heute waren wir dann auf Alkatraz, davon morgen mehr.

Euch einen guten Start in die neue Woche,
viele Grüße
Tina,  Ingo und die Kinder

Mittwoch, 19. Januar 2011

City Walks mit Kids

heißt eine Box mit 50 Karten, die ich im Museum gekauft habe.
Empfohlen wurde unter anderem ein Spaziergang im Noe Valley, 24th street.
Das ist also das Zentrum unseres Virtels - und sooooo schön da!
Vergleichbar mit Hamburg Eppendorf:

viele kleine, individuelle Boutiquen, und dazu die schönen viktorianischen Häuser.
Zunächst die Noe Valley Bakery, wo Fiona dann spontan von Brot zu Cupcake umgeschwenkt ist:


Nikolas war sehr begeistert von der Schaufenster-Deko:


Die beweglich war - also die Gondeln fuhren, die Schlittschuhläufer fahren etc.

So sehen sogar nicht so nette Orte attraktiv aus, oder:


Ein nicht schönes Haus mit schönem Wandgemälde:


Ein Spielzeugladen:


Viele Häuser haben diese lustigen Eingangstüren, wo der obere Teil offen ist, und der untere dann bei Bedarf geöffnet wird:



Das hier ist dann "unser" Haus - wir haben die mittlere Etage, oben wohnen Frank & David mit ihrem Schäferhund:


Beute aus der Noe Valley Bakery:




Ich mag normalerweise keine Cupcakes, weil mir das Frosting einfach zu süß ist, aber der war SEHR lecker (red velvet), zwar süß, aber nicht eklig-süß.
Ein Brot hatte ich übrigens auch noch gekauft, und das war auch wirklich sehr lecker, so Ciabatta-mäßig.

Nachmittags sind wir dann noch mal eine Runde Cable Car fahren gegangen, Ziel einer der Lieblingsorte der Kinder, weil da kostenlose Schokolade (guter Qualität) verteilt wird:


Sieht zwar aus wie Mitternacht, war aber 18.00 Uhr abends.

Der heutige Tag beginnt mit einem Lächeln:


(noch unbearbeitet) und wird uns in die Academy of Science führen.
viele Grüße
Tina - Bergfest, Mittwoch!

Montag, 17. Januar 2011

die wahrheit hinter den schönen bildern....




...es ist anstrengend, unglaublich anstrengend.
die kinder und ich hängen 24 stunden 7 tage die woche aufeinander.
keine schule, kein kindergarten.
keine freunde.
kein wirklich verständliches fernsehen, keine gesprächspartner.
keine echten kinderzimmer, kaum spielzeug, kein garten.

heißt für mich: mach programm, oder wir langweilen uns. dann streiten wir uns, oder prügeln uns.
die wohnung ist prinzipiell schön, die aussicht spektakulär, aber eben nicht auf kinder ausgerichtet.

das castro-viertel zudem nicht wirklich kindgerecht:


die mini-herrscherin hasst das tragetuch und die kutsche:


was der eine super findet


langweilt die anderen.

was für die größeren interessant ist



langweilt den kleinen.

schwierig.

mehrmals am tag zur wohnung zurück: schwierig, ca 30 min außerhalb von downtown, + 15 minuten steilstes berg-aufsteigen.

essen: wie immer katastrophal, nur noch schlimmer, weil alles anders schmeckt als zu hause (was der bauer....)

als letzte woche noch die erschöpfung vom jet-lag (die beiden kleinen!)  und der regen hinzukamen hätte ich manchmal vor müdigkeit und burn-out heulen können. nur der lange flug hat mich davon abgehalten, sofort wieder nach hause zu fliegen. (und: welches zu hause? wir haben keins mehr!)

ich muss mir selbst immer wieder sagen, dass ich nicht ungeduldig werden darf, wir sind erst 10 Tage hier, übergangswohnung, ausnahmesituation. aber es ist weder urlaub, noch erholsam.

nur so viel ehrlichkeit an dieser stelle für alle, die bisher nur die oberfläche sehen konnten.
und ein extra dickes danke an kathrin.

euch einen guten morgen, mir eine ruhige nacht
tina

Sonntag, 16. Januar 2011

suchbild

heute morgen: Nebel
ab Mittag: schönster Sonnenschein
später Nachmittag: von Süden Nebel

Auf diesem Bild ist ein Wahrzeichen SFs versteckt:


na, gefunden?
schön dicht über dem Boden suchen, nur die Füße sind sichtbar!

jetzt ist es wieder ziemlich klar.
Euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die Arbeitswoche,
Tina

Samstag, 15. Januar 2011

Warum noch mal wollten wir nach Kalifornien?

Deswegen, vielleicht?







Heute war es wunderschön hier....
Angenehme ca. 15 Grad (Celsius), Sonne.
Die Kinder wollten an den Strand.
Leider haben wir im Telekomladen so lange gebraucht, Handys zu kaufen und Verträge abzuschließen (3,5 (!!!!) Stunden - das Problem war,das wir Ausländer ohne Social Security Number sind, was sich nächste Woche hoffentlich ändern wird), dass wir noch eine knappe halbe Stunde hatten, bis zum Sonnenuntergang und Schließen des Parkplatzes.
Egal, die Füße waren drin im Pazifik!

Was die Kinder sonst noch sagen wollten?


(Keine Übersetzung nötig, oder?)



Die Bilder haben wir in Haight-Ashbury gemacht, auf dem Rückweg aus dem Golden Gate Park, wo wir am Freitag waren


Und hier ist noch ein Bild von dem Haus, in dem unser Appartement ist:


(Seht ihr das rote Haus? Dahinter ist ein hellblaues, dann kommen so terrassenartige Flachdachhäuser, das mittlere ist unseres, wir sind in der mittleren Wohnung), und das ist die Dachterrasse:


Für morgen ist ein Boot-Tripp nach Alcatras geplannt - mal sehen, was draus wird, das Wetter wäre ideal dafür.

Euch einen schönen Sonntag, wir gehen jetzt ins Bett,
bis bald!