Mittwoch, 30. März 2011

*röchel*

seit mehreren Wochen bin ich auf der Suche nach frischer Hefe gewesen.
Trockenhefe gibt es hier überall (von Fleischmann), aber frische Hefe konnte ich nirgendwo finden, noch nicht mal in online-shops - aber ich wusste von der Fleischmann-Homepage, dass es welche geben muss. Als nächstes hätte mich meine Suche an den Info-Stand von Whole Foods geführt, weil die noch am ehesten welche haben müssten, ich sie im Laden aber nicht finden konnte. (Genau so wie Mohn, den es aber eigentlich hier auch irgendwo geben muss, schließlich kann man hier auch Kuchen mit Mohn drin kaufen, und in meinen amerikanischen Rezeptbüchern stehen auch Rezepte mit Mohn drin.)

Welch glückliche Überraschung also,als ich heute welche im Kühlregal von unserem neuen Safeway "umme Egge" gefunden habe. Nach San Ramon fahre ich von hier aus aber mindestens 20 Minuten, insofern ist es doch schön, dass ich sie gleich hier bekomme.

Die erste Überraschung: Da ist ja nix drin. Statt 42g, wie ein deutscher Würfel, hat der amerikanische nur 17g, und ist auch kein Würfel, sondern ein Quader (ich spreche nicht nur deutsch, sondern auch Mathe *g*), na egal, schwupps drei Würfel in den Einkaufswagen.



Bei Safeway gibt es Self-Check-Out-Kassen, wo man selbst scannen kann, und ratet, wer das rattenscharf findet? Na klar, die Kinder. Heute war nur Nikolas dabei (und Tessa natürlich), und so konnte ich es wagen, sie zu benutzen, denn die Kassen sind ein wenig zickig (Ware akkurat mit dem Barcode vor den Scanner halten, dann auf die Ablage daneben legen, die wiegt nämlich gleichzeitig, und nur wenn das, was dort gewogen wird, mit dem übereinstimmt, was gescannt wurde, geht es weiter - nicht gut, das zu versuchen mit 3 sich streitenden Kindern, wer was wann wie scannen darf. Zumal man doppelt gescanntes dann ja auch doppelt bezahlt oder immer wieder den Superwiser zum stornieren bitten muss...
Jedenfalls war ich leicht abgelenkt, weil eine äußerst hilfsbereite junge Dame mich gerade fragte, ob ich all das, was ich da auf die Ablage-Waage stapeln würde gerne in Papier-Tüten hätte und Nikolas gerade dabei war, den Schoko-Riegel zum vierten Mal zu scannen, weswegen ich dachte, ich hätte nicht richtig geguckt.

Nun ja, zu Hause dann alles ausgepackt, Bon angeguckt, noch mal geguckt, und da stand es wirklich:

Ein Quaderchen Hefe kostet sage und schreibe...


... nun ratet mal!


Der oder diejenige, die den Preis richtig errät oder am dichtesten dran ist, bekommt eine kleine Überraschung aus den USA geschickt (mindestens 4facher Wert von einem Hefequaderchen!)
Einfach euren Tipp als Kommentar hier unten hinterlassen, wenn möglich, bitte nichts tippen, was schon jemand anders getippt hatte.
Das Tipp-Spiel endet Freitag, 01.04.2011 um 24.00 Uhr deutscher Zeit

PS da mein heutiges Brot nach 2 Quaderchen Hefe verlangt hätte und ich das Rezept noch nicht ausprobiert hatte, habe ich doch lieber meine Trockenhefe genommen. Mal sehen, wofür ich die frische Hefe aufhebe. Vielleicht für die nächste Frieda. Da reicht dann eine pro Frieda. Wobei, sie vergammeln zu lassen ist auch keine Option....



Ach ja, und für alle, die Facebook nicht nutzen:

Nikolas übt sich jetzt hier dran:


Tessa genießt das Leben in der Sonne schaukelnd:


Und weiß zwar schon,wie es aussehen muss, aber irgendwie kommt nichts hoch von dem Zeug:





Sonntag, 27. März 2011

It never rains...

... in southern California - ich bin mir sicher, ihr alle kennt das Lied:






Ingo und mir ist es die ganze letzte Woche nicht aus dem Sinn gegangen.
Das Problem an der Sache: Schön, wenn es in southern Californie NIE regnet.
Aber wir leben leider in North California. Und hier hat es die ganze letzte Woche vor allem das getan, es hat geregnet, und wie!

Der Höhepunkt war dann Donnerstag, wo hier und in San Francisco 1,35 inch Regen pro-was-auch-immer heruntergekommen sind, diversen Leuten die Hintergärten einfach weggebrochen sind und sich Straßen in Flüsse verwandelt haben.

Mein Highlight war, dass ich vor dem Ausgang von Target (Minuten vorher hatte ich noch über eine Frau geschmunzelt, die ihren einen Fuß in einem Gummistiefel hatte und den zweiten, daran festgetackerten Stiefel zum bezahlen zur Kassiererin hoch streckte) stand und zum Auto wollte, mit Tessa auf dem Arm.
Mann zu mir: Du kannst da jetzt nicht rausgehen, guck mal, wie es regnet.
Ich: ich muss aber, ich muss meinen Sohn aus dem Kindergarten abholen
Er: Denk an dein Baby, an seine Gesundheit, du kannst da jetzt nicht herausgehen. Du hast ein Baby!

In dem Moment kam dann eine weitere Frau auf mich  zu und bestand darauf, mich und Tessa mit ihrem Regenschirm zum Auto zu eskortieren. Das war sehr nett (und ist mir am Freitag gleich noch mal beim Kinderarzt mit einem anderen Menschen passiert), aber in Prinzip sinnlos, denn auf dem Parkplatz stand / floss das Wasser 5-15 cm tief, und so kam ich zwar oben trocken im Auto an, war aber bis zu den Knöcheln nass. Ich hatte nämlich keine Gummistiefel an, sondern Turnschuhe.
Egal, ab zum Kindergarten. Leider ist der Parkplatz neben tausenden von Stop-Schildern auch noch mit unendlichen vielen Bumps bestückt, die verhindern, dass man schneller als 10 mph fahren kann, und vor einer von diesen Bumps stand das Wasser dann fast einen halben Meter tief, weswegen es dann irgendwie seinen Weg in meinen Motorraum gefunden hat, dafür gesorgt hat, dass das Batterie-Zeichen rot aufleuchtet und sämtliche elektronische Unterstützung ausgefallen ist (Bremskraft, Servolenkung) - das war ein lustiges Gefühl :-/ - hat sich aber zum Glück nach einigen hundert Metern wieder gegeben, und  schon stand ich vor dem nächsten Problem: Dort, wo ich mein Auto normalerweise am Kantstein vor dem Kindergarten parke, befand sich ein halber Meter breiter, 30 cm tiefer, reißender Bach... Also zum Kirchenparkplatz, wo das Wasser nur 5 cm stand, Tessa im Auto gelassen und Nikolas schnell aus der Preschool geholt. Sagenhaft...

Blieb das Problem, das Fiona noch irgendwie nach Hause musste, und Lennart auch.

Fionas Schule ist oben auf dem Berg, und man hat 2 Optionen: entweder man ist 15-10 Minuten vor Schulschluss da und wartet mit hundert von anderen Eltern auf dem Parklplatz bis das Kind kommt, oder man kommt kurz vor oder nach Schulschluss, das sieht dann so aus:


Wir bergab, die anderen Bergauf, wir warten gerade, dass die Ampel unten wieder grün wird, dass, was man an Gegenverkehr sieht, will alles noch den Berg rauf - wir biegen unten aber links ab. Ab da, wo ich das Foto gemacht habe, haben wir noch 3 Ampelphasen gebraucht...

Die Gullis waren leicht überfordert


Es fließen die Bäche ...


(und das war noch harmlos...)

Am Donnerstag ist Lennart dann nicht zum Training gegangen (Halsschmerzen), aber Freitag nach dem Training sah er dann so aus:


erstaunlicherweise bekommt meine amerikanische Rührschüssel-Waschmaschine das tatsächlich in 20Minuten wieder sauber *g*

NIkolas wollte auch ein Foto.

Samstag dann das erste Spiel, Ort: San Francisco City College:

*Back in the City!*

Wandgemälde:


Und auch Tankstellen kann man schön machen:

Zurück zum Spiel


Aufstellung


Abklatschen nach der Klatsche für die Gegner (20:0)




Familientreffen auf der Tribüne

danach ging es dann weiter zu Patzi und ihrer Familie.
Patzi behauptet weiterhin eisern, sie würde sich über den Regen freuen und ihn genießen, und es würden noch Zeiten kommen, in denen  wir den Regen ebenfalls herbei sehnen würden - ihr Wort in Gottes Gehörgang!

Nach leckeren Kuchen und Abendessen hatten wir die Umrundung der Bay gegen 21.00 Uhr dann vollendet und sind kollektiv ins Bett gefallen.

Heute Frühstück mit Bagels (Nikolas hat sich selbst angezogen und ist bereits, mit den anderen Jungs der Familie zum BrötchenBagelholen zu fahren

) und Frieda:


Und zum Abendessen dann Tacos und Tortiallas zum selbst machen:


Fehlt nur noch das Foto der Woche von der Chefin Prinzessin, die momentan ein kleines Sabber-Problem hat:


Für nächste Woche ist Sonne angesagt und wieder deutlich wärmere Temperaturen *yeah*



Hoffen wir mal, das es stimmt...


PS ach ja, nicht dass es heißt, wir hätten es euch nicht gesagt:

dieses Haus


1010 House Front.jpg


wird verlost - Einsatz allerdings 150 Dollar... (dafür bessere Gewinnchancen als beim Lotto!)

Samstag, 19. März 2011

Ins Wasser gefallen!


Heute war Lennarts erstes Spiel - wobei, ein richtiges Spiel war es nicht, sondern ein Jamboree. Das ist, wenn ich es richtig verstanden habe, so eine Art Trainings-Fest: Man lädt mehre Mannschaften ein, gegen die man noch spielen will, und lässt die Mannschaften trainingshalber gegen einander antreten, wobei es nicht primär ums Gewinnen und Verlieren geht, sondern darum, die Gegner einschätzen zu können. Deswegen wird auch nicht richtig Offense und Devense  gespielt, sondern einfach 10 Minuten die Angreifer der einen gegen die Verteidiger der anderen Mannschaft, und dann wird gewechselt.

Es war alles super toll vorbereitet, es gab alles von A wie Arzt über  D wie Dixi-Klos über H wie Hot-Dogs und Hüpfburg für die Kleinen und P wie Popcorn, Eintritts-Armbänder, das einzige was dann nicht mitgespielt hat, war das Wetter:



8 Grad (Celsius),
richtig fieser Dauerregen, der nur phasenweise zu Platzregen wurde,
heftigste Windböen.

Da Football über weite Phasen ein Standspiel ist, haben sich die Kinder wortwörtlich den Arsch abgefroren - einige Kinder haben sogar angefangen zu weinen, weil ihnen so kalt war.

Letztendlich ist das ganze dann - als der Mannschaftsunterstand auch noch weggeweht wurde -  abgebrochen worden, zumindest für die Kleineren.


Unter dem orangefarbenen Schirm ist Ingo zu sehen


Lennart ganz hinten auf dem Spielfeld, hinter ihm einer der Trainer


Da stand der Unterstand noch


jetzt nicht mehr


die ersten verlassen erleichtert das Feld



Abbruch


Das ist übrigens kein Flussbett, sondern eine Aschenbahn...

Lennart haben wir zum Aufwärmen erst mal unter die heiße Dusche geschickt, Ingo liegt im Bett um die Durchblutung in den Beinen und Füßen wieder anzukurbeln, in der Waschmaschine dreht eine Runde matschfarbener Sportklamotten ihre Runde und ich stelle jetzt die Herdplatten an, um Kartoffel- und Tomatensuppe heiß zu machen.

Ich hoffe, bei euch ist das Wetter besser, kaum zu glauben, das wir im Januar schon im T-Shirt im Park gesessen haben...

Zum Abschluss noch ein Bild von unserem Sonnenschein, der sich leider eine fiese Erkältung aufgeschnappt hat und mit leichtem Fieber kämpft


PS woher weißt du, dass du in den USA bist?
Wenn die Mutter neben dir quer über das Spielfeld brüllt: "Good Job, sweetness!"

Dienstag, 15. März 2011

Anmeldung für Wasserversorgung

Nachdem ich es vergessen hatte uns für die Wasserversorgung anzumelden, habe ich das letzte Woche dann doch noch veranlasst. Naja, die Frau an der Hotline des EBMUD (East Bay Municipal Utility District) war etwas verwundert, dass ich solange gewartet habe um mich anzumelden. Okay, ich hab nicht wirklich gewartet, vergessen passt besser und eine Erinnerung durch einen EBMUD Mitarbeiter der bei uns vor der Tür stand und uns mitteilte, das wenn wir nicht innerhalb von 24 Stunden anrufen, uns das Wasser abgedreht wird. Schluck.

Ich wollte mich über deren Website anmelden, um die $32 Account Establishment Fee zu sparen, aber die Website war mehrere Tage nicht zu erreichen (wie jetzt grad auch nicht). Naja, ich hab der guten Lady am Telefon erklärt, dass ich mich online anmelden wollte, dass das aber aus technischen Gründen nicht möglich sei. Lange Rede, kurzer Sinn: ich muss die $32 bezahlen (ich hab ja angerufen und ihre Zeit in Anspruch genommen), dafür brauche ich aber keine Kaution zu bezahlen. Das war mal nett.
Heute habe ich dann die Rechnung, mit der Bitte um prompte Bezahlung, erhalten. Es waren ein paar interessante Posten auf der Rechnung, die ich bisher noch nicht auf meiner Wasserrechnung in Deutschland gesehen hatte. Die besten sind Water Elevation Charge und Seismic Improvement Program Surcharge. So genau wollte ich das gar nicht wissen. Ich freu mich nur, dass ich nicht auf einem hohen Berg wohne, sonst wäre nachher die Water Elevation Charge höher als der Preis fürs Wasser.

Sonntag, 13. März 2011

Die Welt hat einen neuen Radfahrer!

Nikolas ist so stolz und glücklich: Er kann es endlich.
heute morgen hat er sogar darauf bestanden, mit dem Fahrrad bis zu unserem Briefkasten zu fahren (ca. 20 Meter) obwohl wir ihm mehrfach versichert haben, dass sonntags wirklich keine Post kommt...
(Mittags ist er dann noch mal gucken gefahren *g)
Aber, wie heißt es doch so schön: Der Weg ist das Ziel!




Samstag, 12. März 2011

Cubes, Familienfest und das Haus

Lange nichts gehört - im Alltag das Bloggen einzubauen ist manchmal gar nicht so einfach.

Bereits letzte Woche Freitag war Familienfest in Ingos Firma - super nett. Leider hatten wir nicht gecheckt,was es mit einem Pinewood-Race auf sich hat (man muss ein Auto selbst bauen, dass dann auf so einer Art Halfpipe gegen andere selbstgebaute Autos antritt und dann gibt es eine ganze Menge Pokale, für das schnellste Auto, das schönste Logo-Auto, das ökologischste Auto, das schönste Prinzessinnen-Auto und so weiter), aber nächstes Jahr sind wir dann auch dabei ;-)
Außerdem gab es noch jede Menge Spieleautomaten, die man kostenlos benutzen durfte, und natürlich ein leckeres Buffet:


Das ist die Kantine


Leider total unscharf, aber der junge Mann hat so selig gelächelt beim Maulwurfe verkloppen:




Erst Essversuche - lecker Blaubeer-Slush


(kleiner Scherz)


Zur größten Verwunderung der Kinder waren alle über dreißig hingerissen von Pac-Man und Donkey-Kong, deren Faszination sich den Kindern nicht erschloss *g*

coole Teenager chillen auf dem Sofa



Anschließend waren wir dann noch mal auf der Büroetage.
In den USA werden Großraumbüros mittels kleiner Plastikwände in so genannte Cubes unterteilt, so dass jeder dann sein Mini-Büro hat. Das gute daran ist, dass jede(r) sich so einrichten kann, wie es ihm oder ihr gefällt. Hier ein paar besonders schöne Beispiele:







Und auch Hasen-Liebhaber finden sich:


(Eine zuverlässige Quelle hat uns berichtet, das dieser Hase entgegen den Tierschutzbedingungen auf Flugfähigkeit getestet und aus dem Fenster geschmissen wurde! Shame on you!)


Wer keinen Hasen hat, bastelt sich einen.


Und wer keine Hasen mag, dekoriert eben mit Glücksbärchen

Ingos Cube ist noch ein bißchen kahl:


Hat aber immerhin ein Türschild


Und wenn dich deine Kollegen echt liebhaben und du mal ein paar Tage nicht da bist, dann kann es sein, dass dein Cube so aussieht:



Sehr schön fand ich die Beschriftung dieses Schrankes:


Und darüber die Büro-Apotheke zur freien Benutzung:


Und hier ist noch ein verwackelter Blick aus dem Bürofenster - bis zur Bay Bridge:


Und dann noch ein Blick auf unser Haus - natürlich nicht vom Büro, sondern von der gegenüberliegenden Straßenseite:


Da heute das Wetter gut ist, fahren wir zum Lake Chabot, wandern / spazierengehen / Radfahren

euch ein schönes Wochenende
Tina

ps wenn ihr die fotos anklickt, werden sie größer