Mittwoch, 29. Juni 2011

Und das geht auch nicht!

Fed-Ex-Man war gerade da und hat die beiden Zelte abgeliefert. Ich war sogar schnell genug an der Haustür, um ihn noch zu erwischen und habe ihn gefragt, ob er nicht eins gleich wieder mitnehmen könnte.

Nein, da bräuchten wir einen Rücksendeaufkleber, dann würde er kommen (können) um es wieder abzuholen...

Nun denn.

Zelt gefällig, irgendjemand?

Montag, 27. Juni 2011

Was nicht geht, das geht nicht!

Nachdem ich für unseren nächsten Ausflug ein neues Zelt, Modell "kleine Landkirche", siehe hier, bestellt habe, wurde ich durch die Tücken des Online-Shoppings (Fehler am Ende des Bestellvorganges mit der Bitte es nochmal später zu versuchen) und meine Ungeduld es gleich nochmal zu probieren, mit zwei Bestellungen belohnt! Juhu, jetzt bekommen wir also zwei Zelte die zusammen ungefähr die Größe einer Kathedrale haben.
Naja, es wäre alles nicht so schlimm, wenn ich die Bestellung wenigstens hätte online stornieren können. Die Betonung liegt hier auf hätte. Leider war mir das online verwehrt geblieben, weil ich keinen Account angelegen konnte (Fehlermeldung: wir arbeiten daran, gucken sie nochmal später vorbei). Das kenn ich doch. Ähnlicher Fehler wie bei der Bestellung.

Egal, ich schreibe eine Mail an den Support und beschreibe mein Problem und das sie bitte eine Bestellung stornieren. Keine Antwort (das mag ich am liebsten) und dann bekomme ich heute die Mails mit der Mitteilung, das sich beide Zelte jetzt auf den Weg zu uns befinden. Was? Lesen die auch keine emails? Oh Mann, das könnte alles so einfach sein, wenn ich das sofort hätte stornieren können.
Ich hab dann nochmal ein bisschen auf der Website nachgelesen und die Modalitäten für eine Stornierung gefunden: ich muss jetzt in meiner Order-Historie die Bestellung auswählen und eine RA (Return Authorization) Nummer anfordern, damit mein Vorhaben dort bekannt ist. Tja, schade nur, dass ich keine Order-Historie in meinem Account habe, da ich zum Zeitpunkt der Bestellung noch keinen Account hatte (wegen des Fehlers).

Super, jetzt kann ich wieder hinter dem Support herrennen um diese Bestellungen zu meinem Account hinzuzufügen, damit ich das eine Zelt wieder zurückschicken kann. Wahrscheinlich auch noch auf meine Kosten wie es aussieht. Oder wie die Fanta4 singen: "es könnte so einfach sein, ist es aber nicht".


 Ne, leider nicht. Hätte ich bloss bei amazon bestellt...

Zahn! Zahlen! Zauberhaft! Zowboystiefel!

Auf diesem Bild, das allerdings schon 8 Tage alt ist, kann man unten rechts (also für Tessi rechts, für den Betrachter link) ihr Zähnchen sehen. Mittlerweile ist es aber noch größer geworden:


Nikolas bekommt in der Pre-school manchmal auch Hausaufgaben auf (Arbeitsblätter, die sie in der Woche nicht geschafft haben, die sie dann zu Hause noch machen können):


Fiona ist jetzt 12 und sieht etwas anders aus als vorher:



gefällt sich aber ohne besser

und falls jemand noch ein Paar Cowboystiefel braucht - hier könnte man welche finden, notfalls. Wenig Auswahl, aber immerhin *g*

Freitag, 24. Juni 2011

Yosemite

stand schon länger auf unserer Liste, aber irgendwie kam immer was dazwischen.
Dabei sollte man dieses Jahr auf jeden Fall fahren, weil es so lange so viel Schnee gegeben hatte, dass die Wasserfälle wirklich beeindruckend wären.

Also sind wir letzten Samstag dann endlich gefahren. Wir wollten um 6.00 Uhr los, und um 6.54 Uhr fuhren wir dann auch aus der Garage - für unsere Verhältnisse fast pünktlich, aber doch viel zu spät.

Bis Livermore (20 Meilen von hier) waren wir schon gekommen, danach Neuland. Leider hörte der Freeway dann auch recht bald auf, und wurde zum Highway - also zu einer Art Landstraße, immer wieder unterbrochen durch Kreuzungen, Ampeln, Ortschaften. So kommt man natürlich noch langsamer voran als sowieso schon bei einer Höchstgeschwindigkeit von 65 mph (100 km/h), nämlich mit durchschnittlich 40 mph.
Irgendwann sah das Land dann so aus wie im Fernsehen: viel Land, ab und zu mal ein Gartenzaun, sonst nicht viel.



Und so fuhren und fuhren wir, bis wir schließlich an einen Punkt kamen, wo wir uns einig waren: jetzt muss ein Frühstück her und ein Klo!

Zu dem Zeitpunkt waren wir kurz vor Chinese Camp, aber da war nix, also weiter bis Groveland - aaaaaaaahhhhh, eine fies-fette Serpentinen-Strecke den Berg hoch bis auf 3000 Fuß, Hinweisschilder: Bitte Klimaanlage ausschalten!, hat natürlich ewig gedauert....

In Groveland dann die super Fehlentscheidung:


Solltet ihr jemals nach Groveland kommen, geht NICHT hier (PJ's Cafe) essen. Egal wo sonst, schlechter kann es nicht sein.

Die Kellnerin super unfreundlich (keinen Hochstuhl für Tessa angeboten, den durften wir uns selbst organisieren, klebrige Tische, kein Lächeln, nix, Nikos Kindergetränk im großen Becher, Lennarts im Kinderbecher (den Streit durften wir schlichten, natürlich), Kaffee: Nur ein Refill erlaubt, was normalerweise locker reichen würde, aber hier waren die Becher so klein, dass ich auch 3 oder 4 getrunken hätte (obwohl der Kaffee nicht besonders gut war), wenn mir denn wenigstens überhaupt einer angeboten worden wäre...
Meine Spiegeleier total roh, obwohl ich sie von beiden Seiten gebraten bestellt hatte (wirklich, das Eiweiß war noch durchsichtig und total wabbelig *würg*), Ingo hatte gar nichts bestellt, weil normalerweise 4 Frühstücksportionen locker für 6 Leute reichen - hier nicht (Ingo hat sich im Supermarkt dann noch ein Sandwich besorgt, das war dann auch gut), die Portionen waren wirklich knapp ausreichend, dafür dann aber auch echt teuer.

Danach dann weiter. Bis es nicht mehr weiter ging. Stau. Mitten im Wald.
Des Rätsels Lösung: Der Eingang von Yosemite war nah... meilen-mäßig. Zeitlich nicht, da haben wir noch ca. 60 Minuten gebraucht (für 2 Meilen...)




Zum Glück hatten wir noch meinen alten Kalifornien-Reiseführer von 1997 dabei und wussten daher, dass der Spitzname von Yosemite

National Parking Lot ist. National Park(platz).

Die Rangerin warnte uns noch, es sei voll und wir würden ewig nach einem solchen suchen müssen, aber danach lief es erst mal wieder - und zwar mit spektakulären Aussichten:

Reste von Schnee (draußen waren 27 Grad Celsius)



abgebrannte Bäume



und dann: eins der Wahrzeichen: Half Dome



Flußtal (wir waren auf 6000 Fuß Höhe)


Erster Wasserfall (Bridal Shower)


Dann kamen wir nach Yosemite Valley, und es ging darum, einen Parklplatz zu suchen. Nach 45 Minuten hat Ingo mich und die Kinder dann bei den Yosemite Falls rausgelassen und ist alleine weiter suchen gegangen. Die Kinder haben den "Naturspielplatz" dann erst mal ausgiebig genutzt:



Während es hinter uns rauschte



Nachdem Ingo dann wieder zu uns gestoßen war (60 Minuten später...), ging es weiter zum Wasserfall



Unfassbar. Die Wassermassen die da runter kamen, unglaublich. Es toste und brauste, und wir wurden alle klitschenass - wie eine eiskalte Dusche. Die Bilder können das gar nicht wiedergeben:








seht ihr, wie die Haare wehen? Es wat total windig dort, nass-windig, und die Linse wassergesprenkelt




Zurück richtig Village musste die Familie dann unbedingt mit den Füßen ins Wasser. Und es war....



natürlich echt kalt!

Trotzdem, alle außer Tessi und mir einmal durchgewatet



Etwas weiter wurde es dann ruhiger, aber die Strömung immer noch heftigst


Im Dorf gibt es eine Ansel Adams Galerie, er hat die berühmtesten Yosemite-Bilder gemacht (kann man auch kaufen - für 65.000 Dollar für A3 Format *hüstel*)


Davor: die bessere Art der Fortbewegung. Sollte man dabei haben, kann man aber auch für 10 Dollar die Stunde pro Stück mieten


Das nächste Fotomotiv wolle dann partout nicht still halten - blödes Vieh!


Dann war es schon 17.00 Uhr, und wir mussten leider an die Heimfahrt denken. Da ich mir ABSOLUT nicht vorstellen kann, dass dieser gigantische Wasserfall im Herbst wirklich ausgetrocknet ist, muss ich wohl noch mal hinfahren, um mich davon zu überzeugen *g* Dann soll der ganze Park blühen...

Gesehen haben wir an diesem Tag vielleicht 1% dieses gigantischen, wunderchönen Parks. und eigentlich muss man da für viel länger hin, 1-2 Wochen, mit Hiking-Ausrüstung, Rückentrage, oder ohne Kinder. Vielleicht machen wir das nächsten Sommer, für dieses Jahr ist alles ausgebucht. Das größte Problem von Yosemite ist ohne Frage der Verkehr. Gnadenlos schrecklich. Und ich finde ernsthaft: da man da nicht anders hinkommt, sollen sie sich was überlegen. Entweder einen großen Park & Ride Platz an der Grenze des Parks, und dann nur Shuttle-Bus drinnen, oder eben ein großes Parkhaus im Village. Das, was da so abgeht, ist unfassbar. Leider ohne Bilder hier.

Und zum Abschluss noch ein paar friedliche Bilder:


Ansel Adams Gedächtnis-Modus:


Nikolas hat einen neuen Freund gefunden, den er kilometerweit geschleppt hat, der dann aber doch da bleiben musste:





Und als sich uns dieser schöne Anblick bot


hatte das jüngste Familienmitglied dann schon aufgegeben


Abends gegen 23.00 Uhr waren wir nach einer nicht ganz komplikationslosen Heimfahrt (nie wieder ohne mindestens  ZWEI Eimer und eine Flasche Febreze unterwegs!!!) dann wieder zu Hause - völlig erschlagen.

Das sind nur meine Fotos von meiner kleinen Canon Kompakt Kamera, ich hoffe, Ingo fügt unsere Spiegelreflexbilder noch dazu.

viele Grüße
Tina

 der nächste größere Ausflug führt uns dann in 10 Tagen wohl hier hin:



PS leider ist man auch in Yosemite vor den ganz, ganz schlimmen Anblicken nicht sicher:


*aua* (von der Seite war noch besser, da kam der Bierbauch besser raus, aber der war ähnlich kooperativ wie das blödes Squirrel)

Freitag, 17. Juni 2011

Besuch und Fisch - da war doch was? (Oder war es doch ein Huhn?)

Wir hatten Besuch, für 2,5 Wochen, meine Freundin und Patentante der Kinder.
Deshalb viele Ausflüge, wenig Zeit zum bloggen. Aber das hole ich jetzt nach, es ist viel passiert *g*

Zunächst einmal: Meine neue Entdeckung ist das Ferry-Building und die Seebrücke in San Francisco.
Nur eins sollte man nicht: Dort, wenn Farmers Market ist (Dienstag und Donnerstag), Hähnchen kaufen wollen. Warum nicht?
Weil



Diese Schlange (hier von vorne und hinten zu sehen, mindestens 100 m lang) doch tatsächlich vor nichts anderem endet als einem

Hähnchenstand!
Und die werden nicht etwa verschenkt, sondern verkauft. Halber Hahn 7 Dollar, ganzer 13.
Müssen sagenhaft gut sein. Kann ich aber nicht beurteilen, ich mag kein Hähnchen, das noch nach Tier aussieht, und wollte mich auch nicht anstellen *g*

Deshalb sind Niko und ich zurück Richtung Pier 35 gegangen, wo wir unseren Besuch nach seinem Alkatraz-Turn abholen wollten. Zunächst kommt man da an diesem Pier vorbei


(erinnert an Harry Potter, oder?)

und dann kommt die Seebrücke.



Ziemlich menschenleer. Ich wunderte mich noch - keine Touris, kaum Einheimische. Dabei hat man von dort einen tollen Blick




Am Ende der Brücke dann: Angler. viele Angler. Viele Angeln. Niko, der uns schon seit Wochen belatschert, wir sollen ihm eine Angel kaufen, war völlig fasziniert:




Ich habe wirklich kurzfristig überlegt, ihn in der Preschool abzumelden, eine Angel zu kaufen und ihn einfach jeden Morgen dort um 9.00 Uhr abzugeben. Würde auf jeden Fall eine Menge Geld sparen.
(Nicht wundern, dass hinten auf dem Kind Lennart drauf steht, das ist ein geerbter Pullover)

Es dudelte ein Transistor-Radio mit Oldies, und ich kam nun mit den Anglern ins Gepräch. Die Herren rochen sehr streng (ungewaschen), ließen ungeniert ihre Flasche mit Hochprozentigem kreisen, waren ansonsten aber sehr gesprächig, freundlich und hilfsbereit. Zunächst das Angebot eines Gruppenbildes:


Dann beobachtete ich, wie der eine Angler eine Reuse mit Hühnerbeinen (Tag des Huhns!) hochzog und einzelne Teile davon ins Meer warf. Ich überlegte, was er wohl damit bezwecken würde, und fragte ihn, ob er wohl Haie anlocken wollte (das war die einzig mir sinnvoll erscheinende Erklärung, warum man Hühnerbeine ins Meer wirft). Nein, war die Antwort, Krabben.

Wusstet ihr, das Krabben auf (leicht verrottetes) Hühnerfleisch stehen????

Und tatsächlich, schon bissen sie:



Extra von zwei verschiedenen neuen Freunden gehalten, damit Nikolas sie anfassen konnte oder in die Hand nehmen. Aber der wollte nicht. Also musste ich ran (aus verständlichen Gründen kein Foto).

Ich habe dann noch gefragt, ob sie sie fangen, um sie zu essen? Nein, die verkaufen sie, an die Chinesen in Chinatown, für die Restaurants, die wären ganz wild darauf. Stück 1-5 Dollar, je nach Größe.

Das ist also die Erklärung für die Nicht-Beachtung der Seebrücke: Sie ist in der Hand von Professionellen!

Gut, soviel für heute, demnächst gibt es dann Neuigkeiten aus dem DMV, von der Golden Gate Bridge, aus dem Yosemite-Nationalpark, von einer Touristen-Falle, vom Strand in Watsonville, von der Skyline Ranch und noch viel mehr. jetzt ist er mal Matratzen-Horchen angesagt, weil wir morgen um 5:20 Uhr aufstehen müssen wollen müssen wollen. Ist ja auch egal. Hoffentlich werden.