Sonntag, 26. Mai 2013

Was ist DEIN Starbucks-Name?

Neulich, auf einer Party, zu 90% von Deutschen bevölkert (was daran lag, dass 50% aller Anwesenden Lehrer der German School of the east bay waren) kam die Rede auf Starbucks-Namen. Viele der anwesenden hatten einen.

Wozu also braucht man einen Starbucks-Namen?
Nun, Starbucks sind (meist) voll, laut, und es geht zwar nicht hektisch, aber zack-zack zu. Typischerweise fängt man an der Kasse mit der Bestellung seines Getränks an (Anfänger: I want a coffee. Fortgeschrittene: A white Mocca. Profis: One double-shot venti Caramel-Latte, fat-free milk, no whip!), der Kassierer schreibt das auf einen Pappbecher, den er an den Barista weiterreicht. Vor dem Weiterreichen kommt nun die entscheidende Frage? What's your name?

An dieser Stelle wird es tricky. Denn, wie gesagt, es ist laut, die Schlange hinter einem 20 Personen stark. Und nun sagst du also: Gerlinde. Oder Gerhard. Oder gar Jochen. Auch nicht gut: Bente. Oder Ulrike. Und schon gar nicht Wiebke.
Denn das sind alles Namen, die es im englischen nicht gibt, und deren Schreibung und Aussprache unglaubliche Hindernisse beinhaltet, selbst wenn der geneigte Ausländer seinen Namen auf Ansage buchstabiert.

Ich selbst habe damit keine Probleme, Tina ist in dieser Hinsicht* ein grossartiger Name, Lennart weiss mittlerweile, das aus ihm ein "Leonhard" wird, aber immerhin, die Ansage bei der Kaffee-Ausgabe ist verständlich, genauso wie bei Nikolas, aus dem lediglich mit 100% Garantie ein Nicholas wird. Auch wenn man es anders buchstabiert.

Ingo hingegen kann davon ein Lied singen. Er hat auf seinen Pappbechern schon alle möglichen Variationen seines Namens gefunden, von Inga über Inge bis zu meinem Favoriten Kingo. Das wäre im Prinzip nur lustig, wenn man nicht z. T. ewig auf seinen Kaffee warten würde, weil man schon 13x nicht verstanden hatte, dass mit Eindscho Ingo gemeint war.
Eines Tages hatte er kein Bock mehr auf das Theater und hat sich einfach seinen Starbucksnamen ausgesucht.

BOB.

Ein guter Starbuck-Name ist ein typisch amerikanischer Name ohne geläufige Rechtschreibvarianten, Am besten schön kurz. Aus Jochen wird JOE, aus Gerhard JERRY. Wer einen tauglichen Zweitnamen hat, kann den nehmen, wer nicht, kann sich einfach einen aussuchen.

Keine Panik, dass auf der zur Zahlung eingesetzten Kredit- oder Kundenkarte ein völlig anderer Name steht, das stört niemanden.

Nach dem gleichen Prinzip verfahren übrigens auch Chinsesen, die in den USA leben. Alle chinesischen Freunde meiner Kinder haben Namen wie Jessica, William. Natalie, Joshua, Hannah, Tanya oder Christian. In Wirklichkeit, und laut Geburtsurkunde, haben sie (völlig unaussprechliche) chinesische Namen, aber im Alltag nutzen sie ihre amerikanischen Namen.


Also, solltet ihr auf den Weg in ein englischessprachiges Land sein und vorhaben, einen Coffee shop
zu besuchen, übelegt euch schon mal, wie ihr heissen wollt, solltet ihr einen unaussprechlichen Namen haben.

PS
in meinem Handy ist Ingo mittlerweile auch unter Bob zu finden. Es verbindet sich nämlich per bluetooth mit dem Auto-Entertainement-System (Radio kann man das nicht mehr nennen), so dass ich per Freisprechanlage telefonieren kann beim Fahren
(per Hand wählen ist in Kalifornien keine Option, wird man erwischt, und sie kontrollieren viel, ist man mit 161 Dollar (mindestens) dabei).
Das System versteht allerdings auch nur englisch. Und nachdem mehrmals 5/6 Familie 10-15 Minuten im Auto gesessen haben und 30 Minuten versucht haben, das System abwechselnd brüllend zu überreden, Eindscho anzurufen, klappt es nun mit BOB im ersten Versuch. Was natürlich im Edeffekt meist trotzdem umsonst ist, da Ingo/Bob in 99,9% aller Fälle nicht ans Telefon geht.

* Tina ist higegen kein glücklicher Name, wenn man es in Deutschland mit etwas zu tun hat, was Formulare beinhaltet, denn in 90% aller Fälle glaubt einen niemand, dass man Tina heisst.



Montag, 20. Mai 2013

volles Programm am Samstag

Am Samstag ging es schlag auf schlag:

9:00 Baseball Spiel Nikolas:




schlagen


rennen


catchen


Hannibal Lecters Sohn?


Zuhause anhalten. Lennart einsammeln, zum Kung Fu Training nach Oakland.
Von dort weiter zu einem Schulfest wo eine Kung Fu Demonstration stattfinden sollte:



Zu jedem amerikanischen Schulfest gehört ein Cake Walk (Cakewalk: Kreis mit einer bestimmten Anzahl Felder, nummeriert (hier 16) alle gehen im Kreis, solange die Musik spielt, dann stehen bleiben. Dann wird das Los gezogen, und die Zahl, die gewonnen hat, darf sich einen Kuchen vom Kuchenspenden-Buttett zum Mitnehmen aussuchen. Evtl. auch noch der Zweit- und Drittplazierte). Sehr schöne Auswahl hier, leider hatten wir keine Zeit mitzumachen.





Weiter mit Kung Fu (macht auch nicht so dick)




nach Hause, Zwischenstopp am Geldautomaten, weiter zum Schulfest von Nikolas Schule.
Leider im Vergleich zu dem in Oakland ein bisschen lahm.



Die gewonnenen Tattoos gleich mal aufgeklebt


Im 10. Anlauf endlich was beim Cakewalk gewonnen (Tag gerettet). leider keine krative Torte, sondern nur eine Packung gekaufte Cup Cakes:


eine Hula Vorführung angsehen


und dann noch eine... und noch eine... und noch ein... und noch eine.... 


Dann war es 18.00 Uhr und wir sind endlich nach Hause. Abendessen, Duche, Bett. Thank God.