Dienstag, 5. Juli 2011

Disaster-Supply

Wir leben ja in einem Erdbeben-Gebiet. Und eigentlich dachte ich immer: So ein klitze-kleines Erdbebchen- ach, das wäre doch eigentlich mal ganz aufregend. Bis Japan kam.
Das die Tsunami-Welle es wirklich bis an unsere Küste geschafft hat, sogar hier noch Schaden angerichtet hat, Evakuierungen in Pacifica, mal ganz zu schweigen von der noch in Las Vegas messbaren japanischen Radioaktivtät, dass hat mich von meiner Gefahrensucht dann doch befreit.

Die Tage danach waren ganz schön komisch - ich glaube, niemand hier hätte gedacht, dass es in Japan zu so schlimmen Schäden kommen würde. Und da fragt man sich natürlich auch wieder: Wie erdbeben-sicher ist hier wirklich alles?

Was ist, wenn ich gerade auf der Bay-Bridge fahre? Oder Ingo in der BART im Tunnel unter der Bucht? usw.
Es gab dann auch noch ein Seminar zu dem Thema in Ingos Firma, wo noch mal ausführlich erklärt wurde, wie man sich zu verhalten habe und was man alles haben sollte.

Wir hatten fast nix.

Seit letzter Woche sieht das nun endlich besser aus, wir haben jetzt

1 Zelt
2 Queen-Air-Matratzen (+ Pumpe)
Schlafsäcke / Decken für alle
eine Laterne
eine große Kühlbox.

Da das Zelt den ersten Probe-Aufbau in der Garage (das war der einzige Ort, wo genug Platz war für das Monster) gut überstanden hat


werden wir es jetzt diese Woche auf Herz und Nieren testen - aber an einem schöneren Ort *g*

Damit haben wir noch lange nicht alles beisammen, was wir brauchen, es fehlen noch Konserven, ein Gaskocher, erste Hilfe-Tasche, und im Haus müssen wir noch ein bisschen was machen (Regale an der Wand besfestigen etc), aber es ist schon VIEL besser als vor 14 Tagen *g*

Die Panik und das ständige Bewusstsein der Unvorbereitetheit hat sich dann auch irgendwann wieder gelegt. Gut, wir hoffen immer noch, dass wir nicht von unserem Decken-Ventilator im Bett erschlagen werden, aber das raubt uns nicht mehr den Schlaf. Die Taschenlampe liegt aber weiter griffbereit neben dem Bett.

Als Großfamilie ist man aber auch besonderen Problemen ausgesetzt, so soll man z. B. pro Person 5 Gallonen Wasser haben, und das für 5-6 Tage - hallo? Das sind bei 6 Personen 30 Gallonen Wasser, also 240 Liter - wo, bitte, sollen wir die lagern? Zumal man sie eben NICHT im Haus oder in der Garage lagern soll... und einen Keller haben wir ja auch gar nicht.

Ihr seht, wir arbeiten dran.

und manchmal denke ich auch schon tatsächlich wieder: so ein klitzekleines, ganz schwaches Erdbeben wäre ja doch mal ganz interessant...

2 Kommentare:

  1. dann müsst ihr mal mit dem verrückten typen in den komischen ducks von der warf losfahren. der redet die hälfte der zeit von erdebensicherheit. habt ihr den haustürrahmen verstärkt? :-) laut seiner information ist die größte gefahr nicht aus dem haus zu kommen- für den türrahmen scheint es extra bausätze zu geben.

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  2. Herzi, du brauchst ein Tarp, ganz dringend. Die Sonne wird euch gnadenlos auf den Kopf scheinen. So jedenfalls sieht es auf den Fotos aus.

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