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Mittwoch, 27. Januar 2016

5 Jahre USA

Der 7. Januar 2016 war der 5. Jahrestag unserer Ankunft in den USA. Viel ist passiert in der Zwischenzeit. Vor allem unsere Kinder sind gross geworden.
Wir sind den Westen der USA rauf und runter gefahren. Yosemite, Las Vegas, Los Angeles, Reno, Portland, Seattle, Sacramento, Lake Tahoe um nur einige grosse Orte zu nennen Wir haben viel Papierkram zu bearbeiten gehabt (Visa, Aufenthaltserlaubnis und Greencard Antrag). Wir haben eine ganze Menge Menschen kennengelernt. Aber auch eine ganze Menge wichtiger Menschen zurückgelassen. Es war nicht immer einfach und es auch hat manchmal auch keinen Spass gemacht. Viele Dinge haben wir gelernt. Leben im Ausland lässt vieles in einem anderen Licht erscheinen. Es ist nicht überall alles gut oder schlecht. Weder hier noch in Deutschland.
Im grossen und ganzen ist es ein spannendes und sehr lehrreiches Abenteuer.

08.01.2011 - Ankunft in San Francisco
05.01.2016 - Ankunft in San Francisco

Montag, 31. Januar 2011

auf der suche nach einer Bleibe...

...Woche 4 in SF hat begonnen, eigentlich hätten wir freitag hier raus sein sollen. konnte ingo zum glück verlängern, denn wir haben noch kein haus gefunden, obwohl wir täglich mindestens eins besichtigen.
das ist anstrengend, nicht nur wil man immer erst mal hin fahren und dann ansehen muss, sondern es kommt immer noch die ganze recherche hinzu:


  •  anbindung an die bart? fahrtzeit dorthin? nur per auto, oder auch bus oder fahrrad möglich?
  • schulen in der nähe? ist ihr ruf gut?
  • wie sieht es dort sonst aus? sichere wohngegend? parks, spielplätze, einkaufsmöglichkeiten, freizeit?
Die Häuser waren z. T. schon echt schön, manchmal auch einfach interessant, da war z. B. das in Berkeley, wo der Besitzer das Gartenhaus bzw. den Anbau selbst weiter als Büro nutzen und sein Auto auf der Auffahrt stehen lassen wollte, und seine Möbel sollten bitte auch im Haus stehen bleiben - und das ganze für 3400 Dollar im Monat (wobei das Haus wunderschön war innen drin, mit tollen Details, aber eben auch Mini-klein...).
Schön ist auch, das Durchgangszimmer oder unten im Keller hinter der Garage Räume in den Bechreibungen mal flugs zu Schlafzimmern werden (klar, wenn man die Augen zu hat, sieht man ja auch nichts mehr!)

außerdem fährt man natürlich immer mit einer gewissen anspannung und erwartung hin- und fällt dann manchmal tief...


  • SF direkt wäre toll, ist aber schulisch kompliziert und sehr teuer.
  • berkeley ist toll, das eine haus gefiel mir super gut, aber, da hat ingo recht, kein zusätzlicher stauraum, keine garage, kein keller- oder abstellraum, nix. und es kommen 300 packstücke.... (doch zu viel eingepackt?)
  • walnut creek: ein traum von einer stadt, aber nur wenig häuser im angebot, und bisher nichts passendes.
  • lafayette : das gleiche
was also ist das problem?

ansprüche zu hoch?
kompromis-bereitschaft zu niedrig?
zeitdruck noch nicht groß genug?
budget nicht groß genug?

kommentare, tipps, anmerkungen, tritte in den hintern, ideen bitte gerne hier hinterlassen!

immerhin: wieder blauer himmel, aber der nebel kriecht gerade wieder über twin peaks... sieht schon wieder fast so aus:

Montag, 17. Januar 2011

die wahrheit hinter den schönen bildern....




...es ist anstrengend, unglaublich anstrengend.
die kinder und ich hängen 24 stunden 7 tage die woche aufeinander.
keine schule, kein kindergarten.
keine freunde.
kein wirklich verständliches fernsehen, keine gesprächspartner.
keine echten kinderzimmer, kaum spielzeug, kein garten.

heißt für mich: mach programm, oder wir langweilen uns. dann streiten wir uns, oder prügeln uns.
die wohnung ist prinzipiell schön, die aussicht spektakulär, aber eben nicht auf kinder ausgerichtet.

das castro-viertel zudem nicht wirklich kindgerecht:


die mini-herrscherin hasst das tragetuch und die kutsche:


was der eine super findet


langweilt die anderen.

was für die größeren interessant ist



langweilt den kleinen.

schwierig.

mehrmals am tag zur wohnung zurück: schwierig, ca 30 min außerhalb von downtown, + 15 minuten steilstes berg-aufsteigen.

essen: wie immer katastrophal, nur noch schlimmer, weil alles anders schmeckt als zu hause (was der bauer....)

als letzte woche noch die erschöpfung vom jet-lag (die beiden kleinen!)  und der regen hinzukamen hätte ich manchmal vor müdigkeit und burn-out heulen können. nur der lange flug hat mich davon abgehalten, sofort wieder nach hause zu fliegen. (und: welches zu hause? wir haben keins mehr!)

ich muss mir selbst immer wieder sagen, dass ich nicht ungeduldig werden darf, wir sind erst 10 Tage hier, übergangswohnung, ausnahmesituation. aber es ist weder urlaub, noch erholsam.

nur so viel ehrlichkeit an dieser stelle für alle, die bisher nur die oberfläche sehen konnten.
und ein extra dickes danke an kathrin.

euch einen guten morgen, mir eine ruhige nacht
tina

Samstag, 8. Januar 2011

Ankunft

Ankunft.


Einige Geschenke sind multi-funktional einsetzbar:


Mietwagen abholen, ein sehr familien-geeigneter Mini-Van von Chrysler mit automatischen Schiebetüren und automatisch schließender Heckklappe. Das Gestreite der Jungs, wer mittels Knopfdruck  die Türen schließen darf, wird hoffentlich irgendwann aufhören.
Alles Gepäck verstaut und los - leider ohne Navi, zum Glück kennen wir die Stadt ein bißchen.
Abends gegen 21.00 Uhr Ankunft in der Wohnung. Eine dieser typischen SF-Straßen: unglaublich steil, der Aufgang zur Wohnung 3 (!!!) Treppen hoch, mit den halb-schlafendenden Kindern und 8 Gepäckstücken.
Die Wohnung: irgendwie amerikanisch, aber sehr nett. Hier kann man es sicher 4 Wochen aushalten. Alle ab ins Bett.

Heute dann typisch früh aufgewacht (ab 4.30 Uhr), trotzdem irgendwie müde. Bis alle geduscht und angezogen sind, ist es dann doch 7.00 Uhr und ab geht es frühstücken.

Urban Bread ist eine Entdeckung, super nett und total lecker.


Gleich gegenüber: Ein Strickladen, das muss ein Zeichen sein *g*


Der Laden macht erst später auf, hat dafür aber auch Sonntags auf - interessante Bücher im Schaufenster - wir sehen uns die Tage!

Danach zum Vermietungsbüro, Unklarheiten klären, leider keiner da, also ab zum


Fishermans's Wharf im Winter morgens - kalt, unglaublich leer, total wenig Seelöwen, die Kinder sind begeistert: die bay, Alcatraz, die Touri-Geschäfte...






Dann noch ein cable-car turn-table


Danach weiter nach downtown, Lennarts Weihnachtsgeschenk (ipod touch) kaufen, in ein Café, auftanken und einloggen - komisch, nicht mehr jederzeit ins Internet zu können...
Weiter in eine mall, kurz vor dem Flughafen, Ingo kauft sich ein neues Arbeits-Outfit, ich eine Schlafanzughose (man, habe ich gefroren letzte Nacht!), ein neuer Pulli für Fiona, eine Jogging-Hose für Nikolas.

Dann zurück nach SF, bei Safeway (zum Glück habe ich noch eine alte Club-Karte!) ein Vermögen für Lebensmittel und Alltags-Dinge ausgegeben...

Jetzt gibt es noch eine Pizza, und dann früh ins Bett - Jetlag, bei allen.

Bis bald, dann gibt es Fotos von der Wohnung und dem Blick auf die Stadt!
viele Grüße
tina

Ja, es gibt sie, die Momente, in denen mich die leichte Panik überkommt: hier soll ich jetzt bleiben - für "immer"? Nein, bitte, ich will zurück (aber nicht fliegen, fliegen ist *börks*). War es die richtige Entscheidung? Wie soll das werden, für die Kinder? Was mache ich, wenn Ingo ab Montag im Büro ist?  Ich hoffe, es ist bloß die Erschöpfung der Reise...