....erlin! war dann letztendlich total unspektakulär!
Nachdem wir Montagmorgen zunächst eine Runde Panik im Taxi schoben (Stau!) und quasi genau um 8.15 Uhr vor der Botschaft waren (Termin: 8.15 Uhr), war das ganze dann vorbei, bevor wir überhaupt begriffen hatten, dass es schon angefangen hatte ;-)
Vor der Botschaft:
netter Empfang durch zwei Polizisten mit Maschinengewehr im Anschlag, dann in ein Pförtnerhäuschen zur obligatorischen Durchleuchtung - Tessas Meerwasser-Nasentropfen mussten leider draußen bleiben.
Drinnen dann eine Schalterhalle wie sie anno 1980 in Postfilialen zu finden war: Schalter mit Mikrophon hinter Glas, in der Mitte Stuhlreihen zum Sitzen, ein Automat mit Süßigkeiten, einer mit Getränken.
Eine nette Frau bittet Ingo, die ganzen Schriftstücke in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen, mich und Tessa komplimentiert sie zu den Stühlen.
Als Ingo fertig ist, teilt sie uns mit, Familien mit Kindern hätten Vorrang, und schwupps stehen wir ganz vorne in der ca. 10 köpfigen Schlange.
Dann werden unsere Dokumente mit den online-Angaben verglichen, sie scannt die mühsam ausgedruckten Fotos im Format 5 x 5 cm ein (die hatten wir doch online sowieso schon hochgeladen?), die Ingo muss die 500 Dollar Anti-Spaß-Gebühr zahlen gehen (die muss man zahlen, damit man nicht nur einfach so aus Spaß mal ein Visum beantragt *hahaha*), und dann setzen wir uns wieder.
Erneuter Aufruf an Schalter 6, die sehr, sehr hübsche Frau lässt uns alle 10 Finger als Abdrücke nehmen, stellt Ingo 2 Fragen ("Wie lange arbeiten Sie schon für Ihre Firma?" "Was genau macht man mit Ihrer Berufsbezeichnung?") und teilt uns mit, die Pässe bekämen wir am Freitag per Post zugeschickt.
Ingo und ich gucken uns leicht verdattert an - das war es? DAS WAR ES? Wir müssen nicht irgendwo zu einem richtigen Interview hin? Sind wir jetzt entlassen? Sollen wir gehen?
Scheint so - denn niemand hält uns auf, als wir das Gebäude wieder verlassen.
Es ist gerade eben 9.30 Uhr - unser Zug zurück geht um 20.00 Uhr.
Vor der Tür: Wie kommen wir jetzt nach Hause?
Taxi rufen - geht nicht, wir durften ja kein Handy mitnehmen....
Bus - ja, aber wie und welche Strecke - guck doch mal schnell - ach nee, kein Handy, kein Internet...
also ab in die U-Bahn, die S-Bahn und in den Bus - um 13.00 Uhr hätten wir schon wieder in Hamburg sein können ;-)
So aber hatten wir noch reichlich Zeit weswegen wir dann noch zu Konopkes Currywurst-Paradies gefahren sind, die Kastanienallee (sehr empfehlenswert!) runter -oder raufgelaufen sind, die Hackschen Höfe bewundert haben, bei Fr. Barcomi einen Kaffee und einen Kuchen gegessen haben, die Weltzeituhr auf dem Alex bewundert haben und noch einen Abstecher in die Galeries Lafayette gemacht haben.
Dann noch ein lecker Abendessen bei meiner Freundin, und ab zum Bahnhof.
So, nun warten wir also darauf, dass die Post bitte, bitte unsere Pässe sicher und schnell zustellen möge...
viele Grüße
Tina